Metadaten einer Übung

Die Metadaten einer Übung bestehen aus:

  • Stufe

    • Orientiert sich an dem Spieler
    • Erste Einschätzung nach Turnierkategorien
    • Berücksichtigung des Alters und der Fitness
  • Komplexität
    • Wird für die jeweilige Spielerstufe angegeben
    • Richtwert für wie viele komplexe Abläufe, Handlungen in der Übung durchgeführt werden
    • Hohe Komplexität trainiert die Konzentrationsfähigkeit
    • Kann mit den Steigerungsmöglichkeiten erhöht werden
  • Belastung
    • Wird für die jeweilige Spielerstufe angegeben (und einer durchschnittlichen Anzahl Wiederholungen)
    • Richtwert für die körperliche Belastung und damit für Belastungskurven
    • Kann mit den Steigerungsmöglichkeiten erhöht werden

Diese drei Werte stellen eine erste Form der Kategorisierung dar. Sie sind jedoch nicht unabhängig voneinander. Wir werden diese mit Trainern, Sportlern und Sportwissenschaftlern weiter entwickeln.

Da jeder Trainer eine Mannschaft mit spezifischen Eigenschaften trainiert, ist es notwendig, dass er für sich eine Einschätzung vornimmt. Sollten die angegebenen Werte überhaupt nicht passen, freuen wir uns auf Rückmeldung.

Stufe (1-15)

Die „Stufe“ stellt den Schwierigkeitsgrad einer Übung dar. Sie bezieht sich auf die Spielerstufe, wie folgt:

Einteilung in Stufen nach Turnierkategorien.

Ein erster Richtwert ist das Spielniveau. Bei der Stufeneinschätzung der Spieler wird aber auch das Alter und die Fitness der Trainierenden berücksichtigt.

Komplexität (1-10)

Jede Übung hat unterschiedliche Anforderungen an die Konzentration der Trainierenden. Entsprechend hängt die Wahrnehmung der Komplexität von vielen Faktoren ab (Fitness, Alter, Stufe, Tagesform, Anfang / Ende des Trainings) ab. Um eine Einschätzung zu ermöglichen, haben wir diesen Wert auf den jeweiligen Stufenwert der Übung zum Anfang eines Trainings bezogen. Bei der Erstellung und Bewertung einer Übung gilt als Richtlinie, dass die Komplexität anhand der verschiedenen Handlungen eines Trainierenden bestimmt werden soll.

Bewertung der Komplexität einer Übung.

Ein Beispiel: Einfaches Hin-und Verspielen zu zweit ist für einen Anfänger oft schon schon kompliziert. Das Einspielen erfordert eine Handlung jede zweite Ballberührung, aber nicht notwendigerweise eine festgelegte. Eine Komplexübung mit mehreren Spielern, verschiedenen Laufwegen und Handlungen ist für einen Fortgeschrittenen aber genau richtig. Bei der Quartett-Übung gibt es einen Trainierenden, der erst nach vorne laufen soll, dann zuspielen, sich zurückziehen muss und dann abwehren. Damit führt er vier Handlungen in Folge durch, was einer deutlich höheren Komplexität entspricht.

Die Komplexität einer Übung kann künstlich gesteigert werden durch Steigerungen.

Belastung (1-10)

Der Belastungswert bezieht sich auf die physische Belastung die ein Spieler während einer Übung erfährt. Die Belastung wird individuell wahr genommen und hängt genau wie die Komplexität von vielen Faktoren ab (Fitness, Alter, Stufe, Tagesform, Anfang / Ende des Trainings) ab. Entsprechend ist dieser Wert an die Stufe gekoppelt. Der Wert spiegelt auch wieder, wie viele Folgeaktionen ohne Pause durchgeführt werden. Z.B. bekommt ein Spitzensportler jeden Ball in einer Übung, um einen bestimmten Effekt zu erzielen.

In Übungen kann die Belastung deutlich reduziert werden, wenn z.B. andere Spieler den Ball zwischendurch spielen, oder Wartepositionen eingebaut werden.

Bewertung der physischen Belastung.

Die Belastung wird in Folgeversion die Basisbewertung für die Belastungskurve sein. In jedem Training sollte die Belastungskurve nicht zu steil, aber auch nicht zu flach gewählt werden (weiteres, siehe Sportliteratur).